Sinn im Beruf

Veranstaltungsort: Institut für Medizinische Psychologie, Bergheimer Str. 20 linker Eingang, 69115 Heidelberg, Erdgeschoß

Zeit: 20 Uhr

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2011

19.1. Brigitta Mahr, Fatima Abu Swai, Romi Ovnat

    „Friendship Across Borders - ein deutsch-palästinensisch-isrealischer Trialog.“

    Brigitta Mahr ist Gründerin der deutsch-israelisch-palästinensischen Trialogarbeit im Verein „Friendship Across Borders-FAB e.V.

    LASS MICH DURCH DEINE AUGEN SEHEN - Sehe ich bewusst auch deinen Schmerz, auch deinen Verlust und auch deine Freude, anerkenne ich dich als gleichwertig und gleichberechtigt – der Kampf endet und Friede beginnt!
    Dies ist die tragende Vision und die gemeinsame Arbeitsbasis der 3 Volksgruppen, aus Deutschen, Israelis und Palästinenser, im Verein Friendship Across Borders – FAB e.V.

    Im Spannungsfeld dieser Dreiecksbeziehung liegt beides, die Chance auf Frieden und die Möglichkeit weiterer Verhärtung. Dabei sind Mauern und Zäune zu überwinden, und ganz besonders eine achtsame, ehrliche Grenzziehung zwischen Opfer und Täter zu beachten. Stellen wir uns solchen Kernfragen,  so entdecken wir, dass jeder Einzelne von uns es selbst ist, der die Grenzen zieht, sie bestimmt, historisch, ideologisch, emotional und materiell. Jeder Einzelne übt somit Einfluss aus, auf die gesamte Gemeinschaft in der er/sie lebt und bestimmt selbst, wann der Kampf endet und Frieden beginnt.

    Wir laden Sie an diesem Abend ein, einen spannenden und bewegenden Trialog zwischen Brigitta Mahr, der Gründerin des Vereins Friendship Across Borders – FAB, einer Israelin und einer Palästinenserin mitzuerleben und sich anschließend mit ihren eigenen Fragen und Ideen zur Friedensbildung, im Kleinen wie im Großen, einzubringen.
    Möchten Sie mehr über Friendship Across Borders-FAB wissen, über unsere Projekte und TeilnehmerInnen, dann laden wir Sie ein, auf unserer web-page www.friendshipacrossborders.com den kurzen Film, einige Fotoserien und verschiedene Berichte über unsere internationale Arbeit zu beachten.

    Frau Fatima Abu Swai, Palästinenserin ,25 Jahre, verheiratet 1 fünfjährigen Sohn, gelernte Krankenschwester und arbeitet am Almquased Hospital in Ost Jerusalem. Sie studiert gleichzeitig Jura an der Alquds Universität , die in der West Bank liegt. Sie ist religiöse praktizierende Muslimin und ist im Peace Carrier Training von Friednship Across Borders als Studentin eingetragen.
     
    Frau Romi Ovnat, 30 Jahre, Jüdische Israelin, arbeitet als Co-ordinatorin für Stadtentwicklung auf lokaler Regierungsebene. Sie lebt in Sderot. Sie hat Philosophie und Politikwissenschaften studiert.
     

 

16.3. Albert Pietzko “Burnout als individuelle und globale Krise - ein Aufruf zum Wandel"

     Albert Pietzko, Geschäftsführer der Heiligenfeld & Pietzko GmbH, ist Diplom-Pädagoge und Sozialpädagoge. Seit 1991 berät und coacht er Geschäftsführer, Unternehmer und Führungskräfte zu Themen der Unternehmensentwicklung in Phasen der Umstrukturierung und strategischen Planung. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Orientierung am Menschen und die Verbindung von Ökonomie und Werteorientierung. Seit 1999 engagiert er sich als freier Mitarbeiter in der Strategischen Leitung der Heiligenfeld Kliniken. Dort hat er Projekte im Qualitätsmanagement, der Leitbildentwicklung, dem Wertemanagement, der Personalentwicklung und der Führungskultur begleitet.

 

 

 

 

6.4.   Sylvia Kéré Wellensiek “Resilienz - Widerstandskraft in Zeiten ständigen Wandels”

    Sylvia K. Wellensiek: Dipl.-Ing., Coach, Trainerin, Therapeutin und Autorin. Leiterin der Un-ternehmensberatung W&H Training. Sie unterstützt Führungspersönlichkeiten und Teams aus Wirtschaft und Sport in ihrer individuellen Potenzialentwicklung. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Veränderungs- und Wachstumsprozesse basierend auf zunehmender Bewusstwerdung im von ihr entwickelten Human Balance Training.
    Resilienz umfasst die Fähigkeit zu Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Resiliente Menschen können auf die Anforderungen wechselnder Situationen flexibel reagieren – eine lebenswichtige Fähigkeit, vor allem wenn der äußere und innere Belastungsdruck steigt. Im beruflichen Kontext geht die Bedeutung von „Resilienz" über die individuelle Fähigkeit hinaus und schließt auch die Fähigkeit von Organisationen ein, sich schnell und erfolgreich an ständig verändernde Anforderungen anzupassen. Damit besteht eine direkte Abhängigkeit zwischen der Stärke und Fähigkeit aller Organisationsmitglieder und der Wirksamkeit des Unternehmens als Ganzes.

 

 

4.5.   Friedrich Assländer “Spirituell Führen”

    Friedrich Assländer, Dr. phil, Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1946, 4 Kinder.
    Nach dem Studium von Betriebswirtschaftslehre, Soziologie und Psychologie arbeitete er 10 Jahre als Führungskraft in einem Finanzkonzern. 25 Jahre war er nebenberuflich Hochschuldozent, seit 1984 ist er selbständig als Managementtrainer und Unternehmensberater. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Führungsseminare, Coaching und Systemaufstellungen.
    Friedrich Assländer praktiziert seit 20 Jahren Zen bei Willigis Jäger und Rolf Drosten. Die Vereine Freundeskreis St. Benedikt (jetzt Weggemeinschaft Haus Benedikt) und Spirituelle Wege wurden von ihm gegründet und viele Jahre geleitet. Er ist Mitbegründer und Vorstand im Spiritual Venture Network e.V. und publizierte zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu den Themen Spiritualität und Systemaufstellungen.

 

 

 

6.7.   Isabel Bonacker “Ashoka - social entrepreneurship - Das Ashoka Prinzip”

    Isabel Bonacker, Ashoka Deutschland gGmbH
    Ashoka ist weltweit die führende Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurs. Ashoka findet als philanthropischer Frühfinanzierer die besten Talente und unterstützt sie in ihrem Wachstum.  Isabel Bonacker leitet seit 2008 das Ashoka Support Netzwerk (ASN) - ein Netzwerk privater Unterstützer von Social Entrepreneurs - und koordiniert die probono-Partnerschaften von Ashoka.  www.germany.ashoka.org

    Sozialunternehmer oder Social Entrepreneurs entwickeln neue Ansätze, um ein gesellschaftliches Problem großflächig und dauerhaft zu lösen – und mit unternehmerischer Kreativität und Kraft ein ganzes System zu verändern. So wie einst Maria Montessori die frühkindliche Bildung revolutionierte oder Florence Nightingale die Krankenpflege. Wie in der Wirtschaft auch entstehen solche innovative Lösungen für den Sozialsektor nah am „Markt“, an den Bedürfnissen der Zielgruppe. Wir werfen einen Blick auf die Pioniere der heutigen Zeit und ihre Wirkungsgeschichten und fragen uns:  Welche Start-und Wachstumsbedingungen wollen wir den großen sozialen Ideen geben, die heute an den Start gehen? Und was können wir als einzelne „unter-nehmen“, um gemeinsam mit diesen Machern unsere Gesellschaft voranzubringen  und die Welt zu verändern?
     

 

28.9. Dr. med. Dieter Lehmkuhl “Eigentum verpflichtet”

    Langj. Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Reinickendorf Berlin; (Sozial)psychiater und Psycho-therapeut. Außerdem engagiert in Studenten- Psychiatriereform- und Friedensbewegung. (Mit)initiator der Initiative Vermögensabgabe-Appell. Die Initiative will Personen mit einem Vermögen von über 500.000 Euro zu einer Abgabe von 10% verpflichten. Profitieren sollen unter anderem Empfänger von Hartz IV und Bafög.

    Vortrag: Nie seit Gründung der Bundesrepublik hat die Konzentration von Reichtum so zugenommen wie in den letzten Jahren. Das obere Zehntel verfügt inzwischen über 63% - das obere ein Prozent sogar über 23 % - der Vermögen in Deutschland. Dieser Reichtum kontrastiert mit wachsender Armut, die vor allem Kinder betrifft und die sie weit gehend ihrer Lebenschancen beraubt. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Was bedeutet dies für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Was heißt es für die Chancengerechtigkeit? Bewegt uns überhaupt noch die soziale Frage und die neue Armut in Form sozialer Exklusion? Was bedeutet das für den Grundwert der Solidarität und was sagt das aus über unsere soziale Empathiefähigkeit? Um diese und ähnliche Fragen/Gedanken soll es in dem Vortrag gehen - aus der Sicht eines politisch interessierten und engagierten Bürgers (Citoyen), die Herr Dr. Lehmkuhl auch gerne mit den Zuhörenden diskutieren möchte.

     

21.10. Freitag: Bernie Glassman Roshi - Vortrag “Es geht ums Tun, nicht ums Siegen”

    Achtung, Vortrag im: Karl Jaspers Center, Voßstr. 2, Gebäude 4400, 2. Stock, 69115 Heidelberg

22.10. Samstag: Bernie Glassman Roshi - Tages-Seminar “Es geht ums Tun, nicht ums Siegen

    Ort. Institut für med. Psychologie, Zeit: 9-17 Uhr, Kosten 90,-/65,- Anmeldung

    Der Zen-Lehrer Bernie Glassman, Gründer der Organisation "ZEN Peace Makers", entwickelte auf der Grundlage des traditionellen Zen-Buddhismus eine spirituelle Praxis deren wesentliches Element soziales Engagement ist. Er ist international anerkannt als Pionier des Buddhismus im Westen und ist Begründer des "sozial engagierten Buddhismus“. Glassman Roshi rief damit eine der kreativsten Richtungen im westlichen Buddhismus ins Leben, entwickelte neue Wege des spirituellen Praktizierens und gründete eine Vielzahl spirituell ausgerichteter, sozialer Projekte und Unternehmen, die sich um Menschen kümmern, die durch das soziale Netz fallen, wie die Greyston Foundation, ein Hilfswerks für Obdachlose und HIV-Infizierte und den Internationalen Zen Peacemaker Kreis. (www.zenpeacemakers.org).

    In diesem Workshop wird Bernie die Grundlagen sozial engagierter spiritueller Praxis zeigen: Wie können wir in dieser gefährdeten Welt ein Leben führen, in dem wir uns selbst und anderen mit Mitgefühl begegnen. Er wird uns darüber berichten, wie er seine persönlichen Erfahrungen in kreative und nachhaltige Projekte umgesetzt hat, um soziale Praxis und Spiritualität aktiv und wirkungsvoll miteinander zu verbinden, z.B. in Zen-Häuser. Gemeinsam werden wir erkunden wie wir die Praxis aus der harmonischen Atmosphäre der Meditationsräume hinaus auf die Straße führen können, wie Bernie dies in seinen Straßen-Retreats und dem Bearing-Witness-Retreat in Auschwitz-Birkenau praktiziert. Auch in diesem Sinn steht die aktuelle Zusammenarbeit von Bernie mit dem Künstler Konstantin Wecker in der beide Projekte wie die Zen-Häuser in Deutschland etablieren wollen. Der Workshop umfasst Meditation, Council, Dharma-Gespräch und Diskussion.

    Anmeldeformular zum Seminar

     

23.11. Dr. Gunthard Weber “Die Entzündung des Möglichkeitssinns”

    Über Systemaufstellungen, die Hoffnungen afrikanischer Mädchen und die ‘unerwachten Absichten Gottes’

Gunthard Weber, geboren 1940, Arzt für Psychiatrie-Psychotherapie, Leiter des Wieslocher Instituts für systemische Lösungen, Mitbegründer der IGST und der Systemischen Gesellschaft, langj. Tätigkeit an der Uni. Heidelberg in den Bereichen Psychiatrie, Psychosomatik und Familientherapie, Systemberater und Systemtherapeut. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher u.a. "Praxis des Familien-Stellen", "Praxis der Organisations-Aufstellungen", "Derselbe Wind läßt viele Drachen steigen". Sein Buch "Zweierlei Glück" wurde in 17 Sprachen übersetzt.

Gunthard Weber ist ebenfalls Mitinitiator des Projekts „Häuser der Hoffnung“: Der gemeinnützige Verein Häuser der Hoffnung - Schulbildung für die Dritte Welt begann seine Arbeit 2004 in Bamako, der Hauptstadt Malis. Hier unterstützt er die Schul- und Berufsausbildung von 40 Mädchen und jungen Frauen mit zwei Wohnheimen (Jigiya Bon I und II) und einem Schneideratelier im Stadtteil Doudadabougou. Auch das 2007 gegründete Kleinkreditinstitut, das die Einkommensmöglichkeiten von z. Zt. über 100 Frauen unterstützt, ist hier angesiedelt. (www.haeuser-der-hoffnung.org)
 

 

 

7.12. Rock your life - Heidelberg: Wolfgang Riemann, Aljoscha Okun

    Der Erfolg eines Menschen hängt in Deutschland stark vom sozio-demographischen Hintergrund ab. Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus haben seltener Zugang zu höherer Bildung. Sie erfahren oft nicht die Unterstützung und Förderung, die sie für ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Berufsleben brauchen.

    - ROCK YOUR LIFE! qualifiziert Studierende als Coaches.
    - Die Coaches begleiten einen Schüler Eins-zu-Eins während der letzten beiden Jahre der Schulzeit.
    - Zudem wird ein bundesweites Unternehmensnetzwerk aufgebaut, um den Schülern den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern.
    - Gezielte Medienarbeit zur Veränderung des negativen Fremdbildes von Hauptschülern.

    Das Ziel ist es, Perspektiven zu erweitern, Potentiale zu entdecken, Begeisterung, Träume und Visionen zu wecken und diese gemeinsam in die Realität umzusetzen. Die Zusammenarbeit von Studierenden, Schülern und Unternehmen leistet nachhaltig einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland.

    Info: www.rockyourlife.de und http://heidelberg.rockyourlife.de