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Impulsreihe 2013
Wie wir zukünftig lernen?
Sinn, Kreativität und Kooperation sind gefragt!
am Institut für Medizinische Psychologie Heidelberg
‘Der Verstand verlangt nicht, wie ein Gefäß, eine Anfüllung, sondern nur wie Brennholz, einen gewissen Zunder, der die Erfindungskraft und die Liebe zur Wahrheit entzünde.’ ( Plutarch). Das Thema Lernen liegt in der Luft: Medien greifen es auf und fordern längst überfällige Reformen im verkrusteten Bildungssystem. In den meisten Berufen sind Schlüsselkompetenzen, wie Kommunikation, die Bereitschaft für kontinuierliche Veränderung und lebenslanges Lernen inzwischen entscheidend. Um das anzubahnen, müssen sich auch die Formen des Lernens grundlegend verändern: Nicht nur Wissen ansammeln - auch kreative Potentiale entfalten, nicht nur Sach- und Methodenkompetenz - auch soziale und persönliche Kompetenzen fördern, schließlich weniger durch Druck und Bewertung - mehr durch Lust und Begeisterung lernen ist die Devise. Damit dieser Anspruch nicht zur Überforderung für Lehrende und Lernende führt, müssen wir neue, innovative Ansätze wagen.
Denn es geht nicht nur um Schule und die Qualifizierung für Beruf und Karriere. Im Hintergrund vollzieht sich in den großen gesellschaftlichen Bereichen ein tiefer Wandel, von denen das zunehmend instabile Wirtschaftssystem nur die Spitze des Eisbergs ist. Unser althergebrachtes Bildungssystem gerät in einer hochkomplexen und dynamischen Welt an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Brauchen wir statt theoretischen Allgemeinwissens nicht viel mehr situatives Anwendungswissen? Wie kreativ muss der Prozess des Lernens also sein, damit wir zukünftig dem Wandel und den Herausforderungen unserer Zeit sinnvoll begegnen?
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